Unsere Inhalte werden automatisch übersetzt.
Sollte Ihnen ein Fehler auffallen, freuen wir uns über eine kurze Rückmeldung!
Elvis erzählt dir seine Geschichte.
Jetzt auf play drücken
Ich bin Elvis, ein inzwischen elf Jahre alter Langhaar-Chihuahua. Besonders groß bin ich nicht, besonders mutig war ich ebenfalls nie, und wenn es draußen regnet, halte ich Spaziergänge noch immer für eine vollkommen überbewertete Erfindung. Trotzdem habe ich in meinem kleinen Hundeleben schon einiges gesehen – und vermutlich mehr über Menschen gelernt, als diese manchmal über sich selbst wissen möchten.


Als Welpe war ich nicht derjenige, der sich nach vorne drängte. Während meine Brüder und Schwestern um jede Hand, jede Stimme und jedes bisschen Aufmerksamkeit wuselten, wollte ich eigentlich nur meine Ruhe. Ich war schüchtern, aber vor allem ruhig und ausgeglichen – derjenige, der erst einmal beobachtete, während um ihn herum das große Welpentheater stattfand. Zwischen all den lauteren Geschwistern konnte man mich leicht übersehen.
Dann standen Christian und Paul vor mir.
Sie sahen nicht nur das Gewusel. Sie sahen mich. Ich sah zurück – und damit war die Sache im Grunde entschieden. Zumindest aus meiner Sicht. Seit diesem Tag gehören die beiden zu mir. Auch wenn sie bis heute behaupten, es sei andersherum. Menschen brauchen manchmal etwas länger, um die tatsächlichen Besitzverhältnisse innerhalb einer Familie zu verstehen.
In den folgenden elf Jahren haben wir ziemlich viel miteinander erlebt. Wir sind zweimal umgezogen, haben unser Zuhause mit zwei Katzen geteilt und gemeinsam mehr Kilometer zurückgelegt, als meine kurzen Beine jemals freiwillig gelaufen wären. Eine meiner liebsten Mitbewohnerinnen war Henny. Irgendwann stand sie einfach nicht mehr auf. Das war ein sehr stiller Tag. Ich habe sie gemocht, denn sie verstand, dass man nicht immer etwas sagen oder tun muss. Manchmal reicht es, einfach in der Nähe zu bleiben.
Meine Menschen haben geheiratet. Ich war natürlich dabei. Es gab viele Gäste, gutes Essen und außergewöhnlich viel Aufregung. Was genau alle so emotional gemacht hat, habe ich nicht vollständig verstanden. Für mich war schon vorher klar, dass die beiden zusammengehören. Offenbar benötigen Menschen für solche Feststellungen aber Ringe, Unterschriften und eine große Feier. Aus Hundesicht war es trotzdem ein sehr gelungener Tag.

Christian und Paul haben mich fast überallhin mitgenommen: zu Freunden, ins Restaurant, in neue Wohnungen und auf Reisen durch Frankreich, Polen und Griechenland. Autofahren gefällt mir besonders gut. Man ist zusammen, die Landschaft bewegt sich, und am Ende wartet meistens ein neuer Ort mit einem Bett. Viel mehr kann man von einem gelungenen Reisetag kaum verlangen.
Wobei ich an dieser Stelle kurz anmerken muss: Falls ich es nicht allein hinaufschaffe, gibt es dafür inzwischen eine sehr praktische Starthilfe. Menschen nennen das vermutlich Unterstützung. Ich nenne es Komfortoptimierung.



Allein bin ich nämlich nicht besonders gern. Eine passende Hundedame habe ich bis heute ebenfalls nicht gefunden, obwohl elf Jahre eigentlich genug Zeit gewesen wären. Vielleicht bin ich wählerisch. Vielleicht bin ich einfach der Typ für eine kleine, sehr feste Familie. Meine Menschen reichen mir jedenfalls vollkommen – auch wenn sie gelegentlich etwas schwer von Begriff sind.
Wenn ich etwas möchte, lege ich mich nicht still auf ihre Beine und hoffe, dass sie es irgendwann bemerken. Das wäre mir zu passiv. Ich stelle mich lieber wie ein kleines Erdmännchen auf, schaue ihnen direkt in die Augen und zwinkere leicht. Das ist meine Sprache. Sie verstehen sie meistens beim ersten oder zweiten Versuch. Niemand ist perfekt.


Für mich war deshalb schon früh klar, was ein Zuhause ist. Es ist nicht die Wohnung, nicht das Haus und auch nicht der Ort, an dem mein Körbchen steht. Zuhause ist dort, wo meine Menschen sind. Dort, wo ich mich sicher fühle und nicht erklären muss, warum ich da bin. Dort, wo niemand zuerst prüft, ob ich hineinpasse.
Bei euch Menschen scheint diese Sache komplizierter zu sein.
Ihr verbringt erstaunlich viel Zeit damit, für später zu planen. Ihr wartet auf den richtigen Moment, auf mehr Sicherheit, mehr Geld, weniger Arbeit oder irgendein Zeichen, dass nun endlich der perfekte Zeitpunkt gekommen ist. Gleichzeitig wird das Tauschmittel für meine Leckerlies angeblich ständig knapper, obwohl meine Menschen fast jeden Tag losziehen, um genau dieses Tauschmittel zu verdienen. Ich möchte nicht unhöflich sein, aber das gesamte System wirkt auf mich nicht besonders ausgereift.
Vor einigen Jahren waren wir gemeinsam in Griechenland. Eigentlich sollte es ein normaler Urlaub werden: Sonne, Meer, gutes Essen und möglichst wenig Termine. Doch während wir dort waren, erlitt Pauls bester Freund völlig unerwartet eine schwere Lungenembolie. Er überlebte nur knapp. Von einem Moment auf den anderen war nichts mehr so unbeschwert wie zuvor.

Ich wusste damals nicht, was eine Lungenembolie ist. Ich verstand keine medizinischen Begriffe und keine Wahrscheinlichkeiten. Ich merkte nur, dass meine Menschen plötzlich anders miteinander sprachen. Leiser, ernster und mit diesem besonderen Blick, den Menschen bekommen, wenn sie begreifen, dass etwas, das immer weit entfernt schien, auf einmal sehr nah gekommen ist.
In diesen Tagen wurde Christian und Paul bewusst, wie schnell sich ein Leben verändern kann. Dass gemeinsame Zeit nicht selbstverständlich ist und dass man wichtige Entscheidungen nicht unbegrenzt verschieben sollte. Denn ein Traum, den man immer nur für später aufbewahrt, kann irgendwann zu einer Geschichte werden, die niemals stattgefunden hat.
Ihr Menschen sagt gern, dass Hunde nur im Augenblick leben. Meistens klingt das, als wäre es eine niedliche, aber etwas einfache Eigenschaft. Ich glaube allerdings, dass wir euch damit etwas voraus haben. Wir warten nicht auf den perfekten Moment, um uns zu freuen. Wir freuen uns, sobald es einen Grund dafür gibt. Und als Grund reichen mir bereits ein Leckerli, genügend Schlaf oder einfach die Gesellschaft meiner Menschen.
Nach diesem Urlaub ließ Griechenland sie nicht mehr los. Es waren nicht nur das Meer, das Licht oder die Landschaft. Es waren vor allem die Menschen, ihre Herzlichkeit und diese besondere Art, das Leben miteinander zu teilen. Gespräche dauern dort manchmal länger als geplant, Mahlzeiten sind selten nur Mahlzeiten, und niemand scheint ernsthaft zu glauben, dass die wichtigsten Dinge des Lebens zwischen zwei Terminen stattfinden sollten.
Für einen Hund, der ohnehin davon überzeugt ist, dass Nähe, gutes Essen und ein sonniger Platz den Großteil aller Probleme lösen können, wirkte das ausgesprochen vernünftig. Und selbst ich bemerkte, dass meine Menschen dort nicht mehr nur Urlaub machten. Etwas in ihnen wollte bleiben.
Im selben Urlaub lernten wir auf Lefkada einen jungen Kellner namens Christos kennen. Er war gerade vierzehn Jahre alt und arbeitete bereits mit einer Selbstverständlichkeit, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Meine Menschen fragten ihn, ob er später einmal auf Lefkada bleiben oder im Ausland arbeiten wolle.
Noch bevor er antwortete, konnte ich riechen, dass er die Frage ziemlich merkwürdig fand.
Natürlich könne man ins Ausland gehen, meinte er. Aber warum sollte er Lefkada verlassen? Für ihn sei die Insel das Paradies auf Erden.
Christian und Paul waren von seiner Antwort überrascht. Wahrscheinlich, weil Menschen oft glauben, das Paradies müsse etwas sein, nach dem man lange sucht: weit entfernt, schwer erreichbar und möglichst anders als das eigene Leben. Christos suchte nicht danach. Er wusste längst, wo es für ihn war.



Vielleicht begann genau dort die eigentliche Frage hinter unserem Projekt: Was macht einen Ort zum Paradies?
Ist es der Meerblick? Die Sonne? Ein privater Pool? Ein schönes Haus? Das gehört sicher dazu – besonders beim sonnigen Platz bin ich Experte. Aber was nützt der schönste Ort, wenn man sich dort nicht sicher fühlt? Was ist ein Paradies wert, wenn man sich verstecken, erklären oder vorher prüfen muss, ob man überhaupt willkommen ist?


Menschen sprechen erstaunlich häufig vom Paradies. Gleichzeitig gibt es noch immer genug von ihnen, die ziemlich genaue Vorstellungen davon haben, wer dort hineingehört und wer besser draußen bleibt. Wen man lieben darf. Wie man aussehen sollte. Wie man sich bewegen muss. Was als normal gilt und was angeblich nicht hineinpasst.
Das ist ein merkwürdiges Konzept für einen Ort, an dem eigentlich alles gut sein soll.
Christian und Paul wollten einen Ort schaffen, an dem sie zusammenleben und arbeiten können. Doch während sie nach einem passenden Platz und geeigneten Ferienhäusern suchten, wurde aus diesem persönlichen Traum langsam eine größere Idee. Denn schöne Unterkünfte gibt es viele. Wirklich geschützte, inklusive und durchdachte Rückzugsorte dagegen deutlich weniger.
Viele Menschen müssen vor einem Urlaub Fragen stellen, über die andere nie nachdenken. Sind wir als Paar dort wirklich willkommen – oder nur so lange, wie wir möglichst unauffällig bleiben? Können wir selbstverständlich die Hand des Menschen halten, den wir lieben? Ist ein Haus tatsächlich zugänglich oder wurde Barrierefreiheit lediglich irgendwo in einer Beschreibung angekreuzt? Gibt es echte Privatsphäre? Werden wir zuerst als Menschen wahrgenommen oder als Besonderheit, Problem oder Zielgruppe?
Ich verstehe diese Unterscheidungen ehrlich gesagt nicht besonders gut. Wenn jemand zu mir kommt, interessiert mich nicht, wen dieser Mensch liebt, woher er kommt oder wie er sich bewegt. Ich möchte wissen, ob er freundlich ist, ob er eine Weile bleibt und ob sich möglicherweise etwas Essbares in seiner Tasche befindet. Die wirklich wichtigen Fragen sind aus meiner Sicht also schnell geklärt.

Und wenn das bestehende Paradies nicht für jeden gedacht ist, dann braucht es offenbar ein anderes.
So entstand O Allos Paradeisos – das andere Paradies.
Auf einem außergewöhnlichen Grundstück auf Lefkada soll ein kleiner Rückzugsort mit fünf privaten Villen entstehen. Umgeben von Natur, weit entfernt von neugierigen Blicken und mit freiem Blick über das Meer bis zur Insel Skorpios. Jede Villa soll einen eigenen, geschützten Außenbereich und Pool erhalten. Die Gebäude werden nachhaltig und so zugänglich wie möglich geplant, damit Schönheit, Privatsphäre und Komfort nicht nur für Menschen gedacht sind, die zufällig in eine bestimmte Vorstellung vom perfekten Gast passen.
O Allos Paradeisos soll kein großer Hotelkomplex werden, in dem sich Menschen anonym zwischen Frühstücksbuffet und reservierter Sonnenliege begegnen. Der Ort soll bewusst klein bleiben: persönlich, ruhig und eng mit der Landschaft und den Menschen Lefkadas verbunden.



Ein Ort, an dem zwei Menschen nicht erst herausfinden müssen, ob sie wirklich willkommen sind. Ein Ort, an dem Menschen mit unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen nicht automatisch auf Komfort, Privatsphäre oder ein besonderes Urlaubserlebnis verzichten müssen. Ein Ort, an dem niemand auffallen muss, nur weil er anders liebt, anders lebt oder andere Bedürfnisse hat.
Nicht tolerant auf dem Papier. Nicht „offen für alle“, solange sich am Ende doch alle möglichst gleich verhalten. Sondern von Anfang an für echte Menschen geplant. Und selbstverständlich auch für ihre tierischen Begleiter – auf die ich mich ganz besonders freue.


Seit der ersten Idee sind mehrere Jahre vergangen. Ich habe unzählige Gespräche mitgehört, Pläne auf Tischen und Fußböden liegen sehen und viele Abende neben meinen Menschen verbracht, während sie an Kalkulationen, Genehmigungen, Konzepten und Präsentationen gearbeitet haben. Ich habe erlebt, wie aus einem Gedanken ein Unternehmen wurde, wie sie das passende Grundstück gefunden und gekauft haben und wie aus ersten Skizzen konkrete Entwürfe entstanden.
Dabei verlief natürlich nicht alles so, wie sie es geplant hatten. Es gab Fortschritte, Rückschläge und bemerkenswert viele Dokumente. Die Menschenwelt besitzt ein besonderes Talent dafür, selbst einen schönen Traum in Ordner, Tabellen, Stempel und Formulare zu verwandeln. Gelegentlich habe ich mich gefragt, ob man nicht einfach auf das Grundstück fahren und anfangen könnte. Offenbar lautet die Antwort darauf: nein.
Meine Menschen haben trotzdem weitergemacht. Sie haben ihre Ersparnisse, ihre Zeit und einen großen Teil ihres bisherigen Lebens in dieses Projekt investiert. Nicht, weil sie glauben, dass es einfach wird, sondern weil sie noch immer an den Moment glauben, in dem die ersten Gäste ankommen und sofort spüren, dass dieser Ort anders ist.
Ich glaube ebenfalls daran.

Zugegeben, bei geschäftlichen Entscheidungen wird meine Meinung nicht immer ausreichend berücksichtigt. Dabei habe ich eine klare Strategie: aufmerksam bleiben, zusammenhalten und nicht bei jedem ungewohnten Geräusch sofort in Panik geraten. Besonders beim letzten Punkt könnten einige Banken und Investoren von mir lernen.
Aber selbst ich musste inzwischen akzeptieren, dass sich in der Menschenwelt nicht alles mit Ausdauer, Liebe, einem überzeugenden Erdmännchen-Blick und gelegentlichem Zwinkern bezahlen lässt. Das Grundstück ist da. Die Planung ist weit fortgeschritten. Der Traum ist längst mehr als eine schöne Idee. Doch um den nächsten großen Schritt zu gehen und O Allos Paradeisos wirklich entstehen zu lassen, brauchen meine Menschen Unterstützung.
Deshalb erzähle ich euch unsere Geschichte.
Nicht, weil wir Mitleid suchen. Und auch nicht, weil Christian und Paul erwarten, dass andere ihren Traum für sie verwirklichen. Sie haben bereits sehr viel selbst getragen und werden das weiterhin tun. Doch ein Projekt wie dieses kann nicht allein von zwei Menschen und einem kleinen Hund gebaut werden. Es braucht weitere Menschen, die verstehen, warum dieser Ort entstehen sollte – und was fehlen würde, wenn es ihn niemals gäbe.
Vielleicht möchtet ihr mit einem kleinen oder größeren Beitrag Teil davon werden. Vielleicht könnt ihr unsere Geschichte weitererzählen und damit jemanden erreichen, der sie hören sollte. Vielleicht kennt ihr Menschen, Unternehmen oder Organisationen, die nicht nur über Vielfalt, Inklusion und Nachhaltigkeit sprechen, sondern dabei helfen möchten, daraus einen wirklichen Ort zu machen.
Nicht jeder kann eine große Summe beitragen. Aber fast jeder kann etwas dafür tun, dass diese Geschichte weitergeht. Manchmal beginnt etwas Großes nicht mit einer einzigen Person, die plötzlich alles möglich macht. Manchmal beginnt es mit vielen Menschen, die an derselben Stelle nicht einfach weiterscrollen.
Ich war einmal der kleine, ruhige Hund, der zwischen all seinen viel lauteren Geschwistern beinahe unterging. Vielleicht weiß ich deshalb, wie viel es bedeuten kann, wenn jemand nicht einfach über einen hinwegsieht, sondern stehen bleibt und einen wirklich wahrnimmt.
Vielleicht ist das Paradies schließlich gar nicht der Ort, an dem immer alles perfekt ist. Vielleicht ist es der Ort, an dem niemand befürchten muss, nicht dazuzugehören.



Wir sind Christian und Paul. Hinter diesen Zahlen stehen für uns nicht nur ein Bauprojekt und viele Jahre Arbeit, sondern der Ort, an dem wir künftig gemeinsam leben möchten – und an dem unsere Gäste sicher, frei und ganz selbstverständlich sie selbst sein können.
Auf unserem 15.500 m² großen Grundstück entstehen:
Wo wir heute stehen
Was uns noch fehlt
Für den Bau, einen Sicherheitspuffer und die ersten zwei Betriebsjahre benötigen wir insgesamt 1,2 Millionen €:
Genau diese 360.000 € möchten wir mit eurer Unterstützung erreichen. Wir bitten euch also nicht darum, das gesamte Projekt für uns zu bezahlen. Wir bitten um Hilfe, damit wir die übrigen 840.000 € als Kredit aufnehmen dürfen.
Ganz gleich, ob ihr uns mit einem kleinen oder größeren Beitrag unterstützt, unsere Geschichte teilt oder uns mit einem hilfreichen Kontakt weiterbringt: Jede Unterstützung ist für uns wertvoll. Wir beantworten sehr gerne Fragen und teilen auf Wunsch weitere Informationen, Unterlagen und Details zu unserem Projekt.



Nur eine Sache: Kleine Beiträge sind ebenfalls Beiträge.
Ich bin schließlich auch klein – und trotzdem leite ich hier offenbar das Projekt.
Elvis
